Wohnbebauung Clouth-Gelände, Köln
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Wettbewerb 

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Die Lage des Grundstücks entlang der Planstraße 8, gegenüber den vorhandenen Einfamilienhäusern und an der Schnittstelle zum geplanten IV-geschossigen Geschosswohnungsbau des Clouth-Geländes verlangt eine Baukörperausformung, die einerseits stark genug ist um den städtebaulichen Abschluss des neuen Wohnquartiers zu bilden, andererseits aber den Maßstab der vorhandenen Einfamilienhäuser berücksichtigt und ihn fortschreibt.

Für die Bebauung werden zwei Riegel vorgeschlagen, die sich aus 10 bzw. 6 Reihenhäusern zusammensetzen und durch einen Freiplatz für die nachbarschaftliche Begegnung unterbrochen werden. Hierdurch wird einerseits die nach Norden notwendige Großform erreicht, andererseits der „Block“ in eine kleinere Maßstäblichkeit überführt, die einen Dialog mit dem Bestand gegenüber unterstützen.

Die Reihenhäuser werden direkt von der Franz-Clouth-Straße aus erschlossen und bilden so das nachbarschaftlich kleinteilige Pendant für die gegenüberliegenden Einfamilienhäuser. Die Erschließung der Tiefgarage erfolgt über getrennte Ein- und Ausfahrten jeweils an den Grundstücksenden. Der Zu- und Abfahrtsverkehr wird so entzerrt und Wartezeiten aufgrund von Gegenverkehr werden vermieden.

Die Untergliederung der Reihenhausbebauung durch einen Freiplatz mit Raum für die nachbarschaftliche Begegnung, einem Spielplatz und einem Treppenaufgang aus der Tiefgarage ist wesentlicher Bestandteil eines Dialoges des neu entstehenden Quartiers mit der vorhandenen Bebauung und ein Angebot zur Kommunikation. Durch seine Lage wäre darüber hinaus der Auftakt für eine fußläufige Erschließung des neuen Quartiers in Nord-Süd-Richtung mit einer Anbindung an die Mischnutzung am zentralen Quartiersplatz denkbar.

Aufgrund der „Split-Level“-Erschließung der Reihenhäuser werden das Erdgeschoss und die nach Süden orientierten Freibereiche an der Franz-Clouth-Straße leicht erhöht angeordnet. Die Vorgärten liegen somit etwas über dem Straßenniveau und gewinnen ein entscheidendes Maß an Privatsphäre und Aufenthaltsqualität.

Die Gestaltung der vorgeschlagenen Bebauung erfolgt in Anlehnung an die historische Nutzung des Clouth-Geländes als Produktionsstandort. Sie erfolgt teilweise mit Klinker- und Putzflächen in ästhetisch reduzierter Detailsprache und mit großflächigen Verglasungen, die in ihrer Anmutung die lichtdurchfluteten Industriehallen vergangener Tage zitieren. Nach Bedarf verstellbare, hölzerne Sonnenschutzpaneele auf der Südfassade lassen in der alltäglichen Nutzung ein changierendes Fassadenspiel entstehen.

3. Preis Realisierungswettbewerb 2014

Aufgabe

Neubau einer Wohnbebauung für das Baufeld WA 9 des Clouth-Geländes in Köln-Nippes

Bauherr

moderne stadt - Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der Gemeindeentwicklung mbH

Standort

Köln

Bauvolumen

2.900 qm BGF

Wettbewerb