ThyssenKrupp Haus, Berlin
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Wettbewerb 

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Das „Haus des ThyssenKrupp Konzerns“ im historischen Zentrum der Hauptstadt Berlin in unmittelbarer Nachbarschaft des noch zu errichtenden Humboldt-Forums, des ehemaligen Staatsratsgebäudes, den Auswärtigen Amts, der Bauakademie sowie dem Endpunkt der Linden mit Kommandantur, Schlossbrücke, Zeughaus, Lustgarten, Dom und Altem Museum und der sich nach Norden anschließenden Museumsinsel zu entwerfen, ist eine ungewöhnliche Herausforderung: Nicht nur gilt es dem Auftritt eines der bedeutendsten Technologieunternehmen der Republik, ein seiner Stellung und Kompetenz angemessenes Gesicht zu verleihen, sondern auch ihn in das geschichtsmächtige baukulturelle Umfeld respektvoll und würdig einzufügen.

Im Bewusstsein dieses Spannungsfeldes aus gewachsener Baukultur, bedeutungsvoller Geschichte und symbolischer Sonderstellung des neuen “Haus des ThyssenKrupp Konzerns“ schlagen die Verfasser einen einfachen Baukörper vor, der sich auf einem quadratischen Grundriss der Höhenentwicklung von Humboldt-Forum und ESMT zuordnet und somit einen neuen Baustein, in der von Karl Friedrich Schinkel konzipierten Kupfergrabenlandschaft formuliert.
In dieser „Grundhaltung des Einfachen“ sehen die Verfasser den richtigen Ansatz, die Spannung zwischen  selbstbewusster Repräsentanz einerseits und behutsamer Einordnung in die vorhandene Bebauung andererseits, angemessen aufzulösen. Gebäudeform und Materialität müssen sich dem Kontext einerseits einfügen, andererseits aber ein ablesbares, erkennbares und selbstverständliches Bauwerk ergeben.

Die Verfasser sind der Überzeugung, dass die gewählte Gestalt diesem Anspruch gerecht wird und die lesbare bauliche Großform den richtigen Ausgangspunkt für die Aufgabenstellung darstellt: Selbstverständlich, klar und unprätentiös wird das geforderte Raumprogramm in eine bauliche Gestalt umgesetzt, die sich dem Ort und seiner Bedeutung verpflichtet weiß.

Das Gebäude schafft so den gewünschten Abschluss des Schlossplatzes nach Westen im Zusammenspiel mit der ESMT und dem Humboldt-Forum, lässt dem Staatsratsgebäude seine Eigenständigkeit und integriert sich in den von Karl Friedrich Schinkel intendierten Dialog „korrespondierender Kuben“ auf der Spreeinsel: Es entsteht so eine klare Fortschreibung des einzigartigen Bauensembles der Berliner Mitte.

2. Preis im Planungswettbewerb 2011

Aufgabe

Neubau einer Hauptstadtrepräsentanz für ThyssenKrupp

Bauherr

ThyssenKrupp Real Estate GmbH

Standort

Berlin

Bauvolumen

4.500 qm BGF

Wettbewerb