Hohe Domkirche Köln
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Neubau eines Zugangsbauwerkes zum Südturm 

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Eine breite Freitreppenanlage verbindet großzügig den Roncalliplatz mit der Verteilerebene -1. Ebenso wie alle anderen Treppenanlagen des Roncalliplatzes soll sie unüberdacht, im Unterschied zu diesen aber breiter, freundlicher und vor allem großzügiger ausgebildet werden und die Wirkung einer gestuften Terrasse haben.

Die zwei oberirdisch sichtbaren Baukörper mit minimalistischem Erscheinungsbild sollen als skulpturales Ensemble denn als Bauwerke im herkömmlichen Sinne gelesen werden. Aus der Steinfläche des Roncalliplatzes emporwachsend, unterstreichen sie in ihrer präzisen Strenge die Würde des Ortes und machen den unterirdischen Zugang zum Dom markant, aber unaufdringlich sichtbar: Der kubische Verkaufsraum und die Turmskulputur als Vorrüstung für den Fahrstuhl sind steinerne Zeichen, deren in der Platzfläche verankerte Kubatur sich herkömmlicher Pavillonarchitektur entschlägt und in bewusstem Kontrast zu schwebend -luzider Heiterkeit üblicher spaßorientierter Vergnügungsanlagen gesetzt ist. Die Verteilerebene -1 wird aus ihrer Kellerexistenz befreit und Teil des Gesamtaußenraumes, von dem aus der Blick über die untere Ebene auf den freigelegten römischen Keller und den angrenzenden historischen Sockel sowie die Fundamente des Südturmes fällt. Die bauhistorische Schichtung des Ortes wird signifikant verdeutlicht und als Schaufenster kölnischer Geschichte inszeniert.

Durch die Höhenkonzeption der Verteilerebene kann der römische Keller vollständig freigelegt werden und wird samt den angrenzenden Domfundamenten sichtbar. Von der Verteilerebene -1 werden die Tiefgarage, der Dom und die Toilettenanlagen barrierefrei erschlossenen. Der architektonischen Grundidee entsprechend werden nur wenige Materialien eingesetzt: Naturstein, Messing und Glas, auch die Dachflächen werden mit Naturstein belegt.

1. Preis Realisierungswettbewerb 2006

Lobende Erwähnung Deutscher Natursteinpreis 2011
Anerkennung Kölner Architekturpreis 2010

Aufgabe

Neubau eines Zugangsbauwerkes zum Südturm des Kölner Doms

Bauherr

Metropolitankapitel der Hohen Domkirche Köln, Dombauverwaltung

Standort

Köln

Bauvolumen

376 qm BGF

Wettbewerb

Fertigstellung

03/2009